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Sozialwerkstätten

Im Jahr 1989 begannen Vertreter des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), des westfälischen Herbergsverbandes und der Träger der Wohnungslosenhilfe über eine Neuorganisation der Arbeitsgelegenheiten als „Hilfe zur Arbeit“ zu beraten. Bestandteile waren eine organisatorische und kostenmäßigen Trennung zwischen der stationären und der entstehenden teilstationären Einrichtungen der Wohnungslosenghilfe sog. Arbeitsgelegenheiten. Weiterer Bestandteil war die Öffnung der Angebote der teilstationären Einrichtungen auch für externe Anspruchsberechtigte außerhalb der Wohnheime der Wohnungslosenhilfe.

Aufgrund der Zusammenführung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe für Erwerbsfähige ins SGB II erfolgte 2005 eine Verschiebung der Zuständigkeit an die örtlichen ARGEN bzw. Jobcenter. Der LWL als überörtlicher Träger der Sozialhilfe leistet aufgrund einer Leistungs- und Prüfungsvereinbarung über unterstützende Hilfen – LT 26 – für erwerbsfähige Leistungsberechtige, für die der jeweilige SGB II-Träger auf der Grundlage der mit ihm getroffenen Vereinbarungen Eingliederungsleistungen nach § 16 d – f SGB II in der teilstationären Einrichtung erbringt, sog. Annexleistungen.

Die Sozialwerkstätten bieten für langzeitarbeitslose, erwerbsfähige Menschen, Unterstützung bei der Integration in den Arbeitsmarkt an. Durch die Teilnahme an arbeitsmarktpolitischen Programm und Projekten u.a. im Rahmen der Eingliederungshilfen nach dem SGB II, des SGB III, des Bundes, des Landes NRW und des Europäischen Sozialfonds (ESF) soll eine Hinführung zum Arbeitsmarkt erfolgen. Der Geschäftsbereich Perthes-Arbeit/Sozialwerkstätten/tIraumländer beteiligen sich an den Standorten Soest, Hamm, Paderborn, Lüdenscheid, Werne und Münster an diesen Programmen. Hier sind es insbesondere, die Werkstätten der Sozialwerkstätten, die Second-Hand-Warenhäuser tIraumländer, die Radstationen in Hamm und die Soester Tafel e.V. Eine Beteiligung von trägereigenen Einrichtungen an den Standorten der Sozialwerkstätten steht im Zusammenhang mit dem jeweils bewilligten Projekt.

Das Arbeitsfeld der Beschäftigungsförderung ist ein turbulentes und äußert dynamisches Betätigungsfeld, welches durch zeitlich begrenzte (Projekt-)Förderung, der Abhängigkeit von öffentlichen Mitteln und von großer Ungewissheit bezüglich Vorhersagbarkeit und Beständigkeit geprägt ist.

Wir bieten für die unterschiedlichen Interessen- und Zielgruppen der Sozialwerkstätten/tIraumländer interessante, sinnvolle und brauchbare Angebote an, die auf Grundlage der regionalen, spezifischen arbeitsmarktpolitischen Programme und Projekte beruhen.